Vanille: Die heilsame Leckerei

Vanille-Schoten

Mit Wirkung: Vanille

Süße Verführerin

Sie duftet ganz herrlich und ist aus der Backstube nicht wegzudenken. Die Rede ist von Vanille, wie sie auch im Nachtisch auf der Februar-Karte im Wildpark-Restaurant zu finden ist. Die so beliebte Küchensüße, die eigentlich in jedem Haushalt zu finden ist, stammt ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika. Heute wird sie überwiegend auf Madagaskar, Réunion und anderen Inseln im Indischen Ozean angebaut. Fast in Vergessenheit geraten ist, dass die Schoten verschiedener Orchideenarten weitaus mehr können, als zuckersüße Verführer zu sein.

Voller Heilkraft

Noch in den alten Lehrwerken des 18. Jahrhunderts werden Heilanwendungen mit Vanille ausführlich beschrieben. Das Wissen darum ist weitaus älter. Ob Muskelschwäche, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Gallen- und Verdauungsschwäche, ja, sogar bei Rheuma: Echte Vanille wurde schon von den indigenen Völkern Mexikos in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Heute wird ihr vor allem eine antiseptische Wirkung zugeschrieben, die bei Wunden das Risiko einer Infektion senken kann. Äußerlich angewendet ist Vanille bei Pilzerkrankungen der Haut sowie bei Ekzemen und Neurodermitis besonders wirkungsvoll.

Tröpfchenweise Tinktur

Für die äußere wie innere Anwendung machen Sie sich einfach eine Tinktur: Geben Sie kleingeschnittene Vanilleschoten in ein Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, so dass alle Pflanzenteile bedeckt sind. Lassen Sie die Mischung verschlossen für 1 bis 2 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur können Sie täglich 10 bis 50 Tropfen einnehmen. Ist Ihnen die Tinktur zu konzentriert, können Sie sie mit Wasser verdünnen. Tipp: Die Tinktur können Sie auch mit einer Schote zubereiten, deren Mark sie bereits ausgekratzt haben.

Zucker zaubern

Aus der Vanilleschote können Sie auch Ihren eigenen Vanillezucker herstellen. Legen Sie sie kleingeschnitten in eine mit Zucker gefüllte Dose und lassen alles verschlossen ca. 2 Wochen ziehen. Schon haben Sie echten Vanillezucker statt Süße, die auf synthetischer Basis hergestellt wurde.

Die echte Vanille erkennen

Übrigens: Wer Wert auf den echten Geschmack legt, schaut sich die Zutatenliste an. Gemahlene Vanilleschoten, natürliches Vanillearoma, Vanille-Extrakt und Bourbon-Vanille – all das sind Bezeichnungen für den Wirkstoff der echten Pflanze. An den Begriffen natürliches Aroma bzw. Vanille-Aroma/Aroma erkennen Sie das synthetisch hergestellte Produkt.

Lassen Sie sich unseren verführerischen Februar-Nachtisch gut schmecken. Tischreservierungen nimmt das Wildpark-Restaurant gerne unter 040/819 77 97 40 entgegen.

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